Steuerruecklagen als Existenzgründer bilden.

Steuerrücklagen als Existenzgründer – so sind Sie auf der sicheren Seite!

Ebenso wie Angestellte müssen auch Freiberufler und Unternehmer regelmäßig Steuern zahlen. Im Gegensatz zu einem Angestellten stellt sich die Höhe der Steuerbelastung jedoch erst mit einer großen zeitlichen Verzögerung heraus. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Steuerrücklagen zu bilden, um durch die Zahlungsaufforderung des Finanzamtes nicht in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten.

Finanzamt duldet keinerlei Zahlungsverzögerungen

Jedes Jahr müssen zahlreiche Selbstständige ihre Selbstständigkeit aufgeben, obwohl ihr Geschäft gerade anfängt, Früchte zu tragen. Das liegt vor allem daran, dass sie nicht bereits mit Beginn ihrer Selbstständigkeit angefangen haben, Steuerrücklagen zu bilden. Für jeden Selbstständigen ist eine fortwährende Überwachung der eigenen Steuerlast sowie der eigenen Zahlungsfähigkeit unerlässlich. Viele Existenzgründer versuchen während der ersten Monate ihrer Selbstständigkeit, so effizient wie möglich mit dem eigenen Geld umzugehen. Aus diesem Grund wird häufig bis zur zweiten Mahnung einer Zahlungsaufforderung gewartet, ehe diese schließlich beglichen wird. Bei der Zahlungsaufforderung des Finanzamts ist jedoch besonders hohe Vorsicht geboten. Nahezu jeder Selbstständige weiß, dass das Finanzamt mit großem Abstand der unangenehmste Gläubiger ist, den man sich vorstellen kann.

Steuerschulden müssen in jedem Fall unverzüglich beglichen werden. Hierbei duldet das Finanzamt keinerlei Verzögerungen. Sollten Steuerschulden nicht pünktlich entrichtet werden, beauftragt das Finanzamt grundsätzlich direkt einen Gerichtsvollzieher. Dabei handelt es sich um ein Standardverfahren, für welches das Finanzamt sogar spezielle Beamte beschäftigt. Anders als jeder andere Gläubiger ist das Finanzamt nicht an das gerichtliche Mahnverfahren gebunden und kann die Steuerschulden direkt durch den Gerichtsvollzieher eintreiben lassen.

Finanzielle Engpässe werden schnell gefährlich

Existenzgründer hören für einen langen Zeitraum nur wenig vom Finanzamt. Insbesondere in der frühen Gründungsphase fällt es vielen Gründern schwer, sämtliche laufenden Kosten pünktlich begleichen zu können. Aus diesem Grund begehen die meisten Gründer den Fehler, sich direkt selbst zu belohnen, wenn die ersten schwarzen Zahlen geschrieben werden. Sobald das Finanzamt jedoch die ersten Steuerschulden eintreibt, kommen hohe Kosten auf den Gründer zu. Wenn Sie sich an die vorgeschriebenen Gesetze halten und bis Ende Mai 2017 Ihre Steuererklärung für das Jahr 2016 abgeben, so müssen Sie spätestens im Herbst 2017 nicht nur die Steuern für das Jahr 2016 zahlen. Insgesamt fallen zu diesem Zeitpunkt folgende Kostenpunkte an:

  • Einkommensteuer-Nachzahlung für 2016
  • Umsatzsteuer-Nachzahlung für 2016
  • Gewerbesteuernachzahlung
  • Nachzahlung der erhöhten Einkommensteuer-Vorauszahlung für 2017.

Insbesondere die erhöhte Einkommensteuer-Vorauszahlung für das laufende Jahr wird hierbei von vielen Gründern vernachlässigt. Aufgrund der in der Regel höheren Einnahmen im vergangenen Kalenderjahr ändert sich ebenfalls die Grundlage für die Vorauszahlung der Einkommensteuer im laufenden Jahr.

Steuerrücklagen sollten großzügig angelegt werden

Durch das Anlegen von hohen Rücklagen entsteht für Ihr Unternehmen kein großer Verlust. Aus diesem Grund ist es stets ratsam, die Rücklagen sehr großzügig anzulegen. Grundsätzlich ist hierbei von einer Durchschnittsbelastung von ca. 30 % auszugehen. Das bedeutet, dass in der Regel 30 % aller Einnahmenüberschüsse für die Einkommensteuer und den Solidaritätszuschlag zurückgelegt werden müssen. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen groben Richtwert. Die tatsächliche Durchschnittsbelastung unterscheidet sich in jedem Fall und sollte individuell ermittelt werden. Diese sollte jedoch nicht zu niedrig kalkuliert werden, da Sie sonst eine Zahlungsunfähigkeit riskieren.

Aus diesem Grund bietet es sich stets an, eine professionelle Beratung einer Steuerberatungsgesellschaft in Anspruch zu nehmen, um auf der sicheren Seite zu sein. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in diesem Gebiet stellen wir einen kompetenten Ansprechpartner für Sie dar. Vereinbaren Sie daher noch heute Ihren individuellen Beratungstermin!